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Viuva Gomes: 2022 Viticultores Tinto

Viuva Gomes: 2022 Viticultores Tinto

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Gemischter Satz
Rot, Trocken
12.5% Vol.
Portugal, Colares
Allergene: Sulfite

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Chao de Areia - Vinhos e Eventos, LDA Largo Comendador Gomes da Silvan No2 E3, Almocageme, 2705-041 Portugal


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Beschreibung

Unterstützung der Kleinbauern

Mit den Viticultores Weinen unterstützt Viuva Gomes die lokalen Kleinbauern in der Region Colares. Die Rebfläche in der Region ist in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter geschrumpft. Der Städtebau rund um Lissabon und die Spekulation mit Grundstücken und Immobilien haben dazu geführt dass der Verkauf der Flächen oftmals deutlich rentabler ist als der Weinbau. Die verbleibenden Traubenproduzenten verfügen in der Regel über kleine, stark fragmentierte Parzellen mit denen eine eigene Weinproduktion kaum rentabel wäre. Daher hat sich Viuva Gomes dazu entschieden die Trauben dieser Bauern zu kaufen.

IGP Lisboa

Die so entstehenden Weine fallen nicht in die DO Colares, sondern in die breiter gestreute IGP Lisboa. Zwar stammen die Trauben aus dem Gebiet Colares, die Reben stehen jedoch nicht auf sandigen Böden, sondern auf Granit, Lehm und Kalk. Da die Reben in den kleinen Parzellen der Traubenproduzenten im gemischten Satz stehen, handelt es sich auch nicht um einen reinsortigen Ramisco.

Ein echter Allrounder

Der Viticultores Tinto ist ein echter Allrounder. Die Nase ist zart-rauchig mit Aromen von schwarzer Johannisbeere und Holunder. Leicht angekühlt präsentiert sich der Viticultores Tinto von Viuva Gomes am besten und begeistert dann durch seine Frische.

Über den Winzer Viuva Gomes

Viuva Gomes – zu Deutsch „Witwe Gomes“ – zählt zu den großen Legenden der portugiesischen Weinkultur. Seit vielen Jahrzehnten entstehen hier Weine von erstaunlicher zeitloser Eleganz und deutlicher maritimer Handschrift. Wie außergewöhnlich dieses Erbe ist, zeigt die Tatsache, dass wir im September eine streng limitierte Allokation des „Colares Reserva Tinto“ aus dem Jahr 1969 erhalten – ein Wein, der die Geschichte dieser Region in sich trägt.

Die Appellation Colares war einst eines der bedeutendsten Anbaugebiete Portugals. In den 1930er Jahren umfasste sie rund 1.000 Hektar Rebfläche, heute sind davon nur noch etwa 22 Hektar als offizielle DOC zugelassen. Politische Entscheidungen und staatliche Förderprogramme führten dazu, dass viele Winzer ihre Flächen als Bauland verkauften – mit drastischen Folgen für das historische Weinbaugebiet. Obwohl noch rund 67 Hektar Weingärten existieren, gelten nur die echten, tiefen Sandböden als zulässig für die DOC Colares.

Das Terroir dieser Region ist unvergleichlich: Der kühlende Atlantikwind, die schützenden Sintra-Berge und das stets frische, wolkenverhangene Mikroklima formen eine der markantesten Weinlandschaften Europas – nur 20 Minuten von Lissabon entfernt. Die Reben wachsen auf meterhohen Sandformationen, unter denen Schiefer, Kalk oder Granit liegt. Für die Bepflanzung eines einzigen Hektars müssen zunächst bis zu vier Meter Sand abgetragen werden, um anschließend wurzelechte Reben direkt auf den Mutterboden zu setzen. Diese mühsame, fast vergessene Technik sorgt dafür, dass heute nur noch ein Dutzend ambitionierter Weingüter die Tradition fortführt – und Viuva Gomes gilt als ihr wichtigster Bewahrer und Qualitätsmotor.

Die Weine entstehen aus uralten, wurzelechten Rebstöcken, denn in diesen Sandböden konnte sich die Reblaus nie ausbreiten. Die Rotweine aus Ramisco erinnern mit ihrer ausgeprägten Tanninstruktur und lebendigen Säure an großen, gereiften Nebbiolo. Die Weißweine aus Malvasia de Colares zeigen jodige, salzige Noten, maritime Kühle und zitrischen Zug. Alle Weine besitzen ein außergewöhnliches Reifepotenzial. Als José Baeta das Gut 1988 übernahm, erwarb er zugleich einen Schatz gereifter Jahrgänge früherer Generationen – damals schwer verkäuflich, heute streng limitiert und hochbegehrt. Selbst in Portugal findet man die Weine nur noch in den besten Weinbars und Spezialgeschäften.

Wir sind stolz, diesen portugiesischen Klassiker importieren zu dürfen und damit ein Stück Weinbaugeschichte zugänglich zu machen.