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Viuva Gomes: 2023 São Martinho Castelão Tinto

Viuva Gomes: 2023 São Martinho Castelão Tinto

Auf Lager
Castelão
Rot, Umami geprägt und vollmundig
12.0% Vol.
Portugal, Colares
Allergene: Sulfite

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Chao de Areia - Vinhos e Eventos, LDA Largo Comendador Gomes da Silvan No2 E3, Almocageme, 2705-041 Portugal


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Verkaufspreis 26,00 € Normaler Preis
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0.75 l (34,67 €/l)

Beschreibung

Castelão von Kalkböden

Der São Martinho Castelão Tinto ist ein ganz besonderer Wein im Portfolio von Viuva Gomes. Natürlich liegt der Fokus eigentlich auf den Stars der Region: Ramisco und Malvasia de Colares. Im Ort São Martinho haben Diogo und sein Vater aber eine ganz besondere Parzelle gefunden. Die Castelão Reben sind hier zwar nur sieben Jahre alt, stehen aber auf stark kalksteinhaltigem Boden. São Martinho liegt zwar noch innerhalb der Appellation Colares, verfügt aber bereits über ein etwas kontinentaleres Klima. Wir befinden uns hier in unmittelbarer Nähe zu den Hügeln der Serra de Sintra.

Weinbereitung

Die Weinbereitung für den São Martinho Castelão Tinto ist überaus schonend. Die Trauben werden mit den Füßen eingemaischt und anschließend in traditionellen Edelholzfässern ausgebaut. Hier kommen also keine konventionellen Fässer aus Eiche zum Einsatz, sondern Fässer aus Walnuss- und Mahagoniholz.

Eleganz pur

So entsteht ein wahnsinnig eleganter, vom Kalksteinboden geprägter Castelão mit nur 10,5% Alkohol. Sehr feines Tannin und frische Säure. Ein Wein der gewissermaßen an der Schnittstelle von Bergen und Meer entsteht. Extrem spannend! Leider gibt es von dem Wein im ersten Jahrgang (2023) nur 1300 Flaschen.

Über den Winzer Viuva Gomes

Viuva Gomes – zu Deutsch „Witwe Gomes“ – zählt zu den großen Legenden der portugiesischen Weinkultur. Seit vielen Jahrzehnten entstehen hier Weine von erstaunlicher zeitloser Eleganz und deutlicher maritimer Handschrift. Wie außergewöhnlich dieses Erbe ist, zeigt die Tatsache, dass wir im September eine streng limitierte Allokation des „Colares Reserva Tinto“ aus dem Jahr 1969 erhalten – ein Wein, der die Geschichte dieser Region in sich trägt.

Die Appellation Colares war einst eines der bedeutendsten Anbaugebiete Portugals. In den 1930er Jahren umfasste sie rund 1.000 Hektar Rebfläche, heute sind davon nur noch etwa 22 Hektar als offizielle DOC zugelassen. Politische Entscheidungen und staatliche Förderprogramme führten dazu, dass viele Winzer ihre Flächen als Bauland verkauften – mit drastischen Folgen für das historische Weinbaugebiet. Obwohl noch rund 67 Hektar Weingärten existieren, gelten nur die echten, tiefen Sandböden als zulässig für die DOC Colares.

Das Terroir dieser Region ist unvergleichlich: Der kühlende Atlantikwind, die schützenden Sintra-Berge und das stets frische, wolkenverhangene Mikroklima formen eine der markantesten Weinlandschaften Europas – nur 20 Minuten von Lissabon entfernt. Die Reben wachsen auf meterhohen Sandformationen, unter denen Schiefer, Kalk oder Granit liegt. Für die Bepflanzung eines einzigen Hektars müssen zunächst bis zu vier Meter Sand abgetragen werden, um anschließend wurzelechte Reben direkt auf den Mutterboden zu setzen. Diese mühsame, fast vergessene Technik sorgt dafür, dass heute nur noch ein Dutzend ambitionierter Weingüter die Tradition fortführt – und Viuva Gomes gilt als ihr wichtigster Bewahrer und Qualitätsmotor.

Die Weine entstehen aus uralten, wurzelechten Rebstöcken, denn in diesen Sandböden konnte sich die Reblaus nie ausbreiten. Die Rotweine aus Ramisco erinnern mit ihrer ausgeprägten Tanninstruktur und lebendigen Säure an großen, gereiften Nebbiolo. Die Weißweine aus Malvasia de Colares zeigen jodige, salzige Noten, maritime Kühle und zitrischen Zug. Alle Weine besitzen ein außergewöhnliches Reifepotenzial. Als José Baeta das Gut 1988 übernahm, erwarb er zugleich einen Schatz gereifter Jahrgänge früherer Generationen – damals schwer verkäuflich, heute streng limitiert und hochbegehrt. Selbst in Portugal findet man die Weine nur noch in den besten Weinbars und Spezialgeschäften.

Wir sind stolz, diesen portugiesischen Klassiker importieren zu dürfen und damit ein Stück Weinbaugeschichte zugänglich zu machen.