Anderson Valley

Weine aus Anderson Valley

Das Anderson Valley schneidet als schmale Schlucht durch die Küstenkordillere Mendocinos – abgelegen, nebelverhangen und klimatisch so kühl, dass Pinot Noir und Chardonnay hier zu außergewöhnlicher Spannung finden. Aromatische Weißweine aus Gewürztraminer und Riesling haben ebenfalls Tradition, ebenso wie einige der besten Schaumweine Kaliforniens.


  • 2019 Wendling Pinot Noir
    Normaler Preis 89,00 €
    Verkaufspreis 89,00 € Normaler Preis
    0.75 l (118,67 €/l)
  • 2019 Savoy Pinot Noir
    Niedriger Lagerbestand
    Normaler Preis 99,00 €
    Verkaufspreis 99,00 € Normaler Preis
    0.75 l (132,00 €/l)
  • 2021 Les Larmes Pinot Noir
    Niedriger Lagerbestand
    Normaler Preis 79,00 €
    Verkaufspreis 79,00 € Normaler Preis
    0.75 l (105,33 €/l)
  • 2023 Savoy Pinot Noir
    Normaler Preis 113,00 €
    Verkaufspreis 113,00 € Normaler Preis
    0.75 l (150,67 €/l)
  • 2022 Savoy Pinot Noir
    Niedriger Lagerbestand
    Normaler Preis 115,00 €
    Verkaufspreis 115,00 € Normaler Preis
    0.75 l (153,33 €/l)
  • 2023 Wendling Pinot Noir
    Normaler Preis 103,00 €
    Verkaufspreis 103,00 € Normaler Preis
    0.75 l (137,33 €/l)
  • 2024 Les Larmes Pinot Noir
    Normaler Preis 79,00 €
    Verkaufspreis 79,00 € Normaler Preis
    0.75 l (105,33 €/l)
  • 2022 Les Larmes Pinot Noir
    Niedriger Lagerbestand
    Normaler Preis 79,00 €
    Verkaufspreis 79,00 € Normaler Preis
    0.75 l (105,33 €/l)
  • 2023 Les Larmes Pinot Noir
    Normaler Preis 79,00 €
    Verkaufspreis 79,00 € Normaler Preis
    0.75 l (105,33 €/l)
  • 2022 Wendling Pinot Noir
    Normaler Preis 112,00 €
    Verkaufspreis 112,00 € Normaler Preis
    0.75 l (149,33 €/l)

Portrait Anderson Valley

Wer das Anderson Valley zum ersten Mal besucht, versteht sofort, warum es so lange ein Geheimtipp geblieben ist. Die schmale Schlucht schneidet sich durch die Küstenkordillere Mendocinos, gesäumt von Redwood-Wäldern und Hopfenfeldern, und mündet schließlich – nach kaum vierzig Kilometern bewohnbarer Talsohle – am Pazifik bei Navarro. Hier wächst kaum etwas Kommerzielles. Was hier wächst, hat Charakter.

Als offizielle AVA seit 1983 anerkannt, blieb Anderson Valley jahrzehntelang unter dem Radar der großen Weinwelt. Das änderte sich langsam, als Burgund-affine Winzer aus Sonoma und darüber hinaus erkannten, was diese Schlucht klimatisch zu bieten hat: eine Kühle, die selbst im Hochsommer kaum nachlässt, kombiniert mit einer Tagestemperaturschwankung, die Trauben zu außergewöhnlicher aromatischer Intensität treibt. Heute gehört Anderson Valley zu den gefragtesten Adressen für Pinot Noir und Chardonnay – und für einen der überzeugendsten Schaumweine der Neuen Welt.

Ein Tal in drei Klimazonen

Anderson Valley folgt einem einfachen Prinzip: Je näher am Meer, desto kälter und nebelreicher. Die Einheimischen unterscheiden zwischen dem „Deep End" im Westen – dort, wo der Nebel morgens besonders lang liegenbleibt und manche Parzellen kaum zwei Meter Weinberg-Neigung von Küstenwildnis trennen – und dem wärmeren „Inland End" im Osten, wo die Nachmittagssonne länger brennt und auch spätreifende Sorten ausreifen. Dazwischen liegt ein breites Spektrum an Mikroklimata, das auf engstem Raum vollkommen verschiedene Weintypen hervorbringt.

Böden und Rebsorten

Der Untergrund wechselt rasch: Lehmige Alluvialböden in der Talsohle, steinige Terrassenböden an den Hangkanten, gelegentlich Sandstein und Schiefer in den höheren Lagen. Diese Vielfalt begünstigt eine breite Sortenpalette, auch wenn Pinot Noir und Chardonnay klar dominieren. Bemerkenswert ist die Tradition der aromatischen Weißweine: Gewürztraminer und Riesling gedeihen im Anderson Valley seit den 1970er Jahren, als Navarro Vineyards als eine der ersten Kellereien überhaupt auf diese Sorten setzte – mit Ergebnissen, die bis heute nicht überholt sind.

Für Schaumwein hat sich das Tal ebenfalls einen Namen gemacht. Roederer Estate, die amerikanische Dependance des Champagnerhauses Louis Roederer, produziert hier seit 1982 einen der wenigen amerikanischen Schaumweine, der eine ernsthafte Diskussion mit europäischen Referenzen nicht scheuen muss.

Pinot Noir: Zwischen Kühle und Tiefe

Der Pinot Noir aus Anderson Valley trägt das Tal in sich. Er ist selten üppig, nie laut – dafür von einer Transparenz, die gute Burgunder in Erinnerung ruft. Rote Beerenfrucht, Blüten, Walderde, bisweilen ein salzig-jodiger Unterton aus den küstennahen Lagen. Produzenten wie Littorai, Anthill Farms, Toll Road oder Drew haben mit Einzelparzellen gezeigt, dass Anderson Valley nicht nur einen, sondern viele Pinot-Charaktere hervorbringt – je nachdem, wo im Tal die Reben stehen und wie tief die Wurzeln in den Boden reichen.