Über den Winzer Château de Bonnezeaux
Das Château de Bonnezeaux blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins frühe 19. Jahrhundert reicht. In den 1980er Jahren wurde das Weingut jedoch aufgegeben, die Weinberge verwilderten und ein außergewöhnliches Chenin-Blanc-Terroir lag jahrzehntelang brach – ein echtes Juwel im Herzen des Anjou.
Im Jahr 2012 entschied sich die Familie, das Château wiederzubeleben. Mit Guyonne Saclier de la Bâtie fand man eine Persönlichkeit, die sofort eine klare Vision hatte: In der klassischen Süßweinappellation Bonnezeaux sollten fortan trockene, kompromisslose Chenin Blancs entstehen. Prägend für diesen Ansatz waren ihre Erfahrungen bei Winzern wie Mark Angeli und Stéphane Bernaudeau. Ab 2014 begann die mühsame Rekultivierung der verwilderten Rebflächen – einige Parzellen konnten gerettet werden, andere mussten vollständig neu bepflanzt werden.
Da Bonnezeaux offiziell ausschließlich eine Süßweinappellation ist, entsprechen die Weine nicht mehr den AOC-Richtlinien und werden als Vin de France abgefüllt. Auch der Name des Weinguts darf aus regulatorischen Gründen nicht auf dem Etikett erscheinen. Für die Qualität im Glas ist das jedoch vollkommen irrelevant – hier entstehen einige der spannendsten trockenen Chenin Blancs Frankreichs.
Die Weinberge liegen oberhalb des Flüsschens Layon. Flussnahe Lagen wie La Minée Bas und La Minée Haute bringen kraftvolle, konzentrierte Weine hervor, sind jedoch stark frostgefährdet. Höher gelegene Parzellen wie La Montagne und Coqueries zeigen sich kühler, präziser und geradliniger. Neben parzellenreinen Weinen entstehen bewusst auch Lagen-Cuvées. Der Spitzenwein Inter-Val vereint die ältesten Reben des Weinguts und steht exemplarisch für die Tiefe, Spannung und das enorme Reifepotenzial dieses außergewöhnlichen Terroirs.
